Kundenstamm aufbauen
Firmen, Hotels und Privatkunden mit Ansprechpartnern, Fahrthistorie und Konditionen. Sie sehen, wer regelmäßig bucht und wer seit Wochen nicht mehr.
Direktkunden gewinnen Sie als Mietwagenunternehmen über eigene Kanäle: Firmenkunden, Hotels, Kanzleien und Flughafentransfers, die über Ihre Website, per E-Mail oder Telefon buchen. Rechtlich gilt dasselbe wie bei Uber: Jeder Auftrag muss am Betriebssitz eingehen, erfasst und ein Jahr aufbewahrt werden (§ 49 Abs. 4 PBefG). Danach gilt die Rückkehrpflicht.
Zuletzt aktualisiert: 27. Oktober 2026
Weil Sie bei Direktkunden den Preis, die Planung und die Kundenbeziehung selbst in der Hand haben. Die Plattformen bleiben wichtig für die Auslastung. Aber jede Fahrt, die ein Stammkunde direkt bei Ihnen bucht, macht Sie ein Stück unabhängiger.
Plattformfahrten bringen Masse, Direktkunden bringen Planbarkeit. Für beide gilt dasselbe Recht: Auftragseingang am Betriebssitz, Aufzeichnung, Rückkehrpflicht.
| Merkmal | Plattformfahrt | Direktkunde |
|---|---|---|
| Fahrpreis | legt die Plattform fest, abzüglich Vermittlungsgebühr | vereinbaren Sie selbst (Mindestentgelte nach § 51a PBefG beachten) |
| Kundenbeziehung | gehört der Plattform | gehört Ihnen, mit Namen und Ansprechpartner |
| Planbarkeit | kurzfristig, schwankend | Vorbestellungen, wiederkehrende Fahrten |
| Abrechnung | Auszahlung durch die Plattform | Rechnung an Firma oder Hotel |
| Auftragseingang | in beiden Fällen am Betriebssitz, erfasst und 1 Jahr aufbewahrt (§ 49 Abs. 4 PBefG) | |
| Rückkehrpflicht | gilt in beiden Fällen, außer es liegt ein Folgeauftrag vor | |
Für Direktfahrten gelten dieselben Regeln wie für Plattformfahrten. Das Personenbeförderungsgesetz unterscheidet nicht danach, woher der Auftrag kommt. Diese fünf Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie den ersten Firmenkunden fahren.
Mietwagen dürfen nur Aufträge ausführen, die am Betriebssitz oder in der Wohnung des Unternehmers eingegangen sind. Eine Buchung über Ihre Website oder per E-Mail an den Betrieb erfüllt das, ein Zuruf an den Fahrer am Straßenrand nicht.
§ 49 Abs. 4 Satz 2 PBefG · Gesetzestext
Den Eingang jedes Auftrags erfassen Sie buchmäßig oder elektronisch, ausdrücklich auch mit einem appbasierten System, und bewahren die Aufzeichnung ein Jahr auf.
§ 49 Abs. 4 Satz 4 PBefG · Gesetzestext
Nach der Fahrt kehrt der Mietwagen unverzüglich zum Betriebssitz zurück, außer er hat vorher vom Betriebssitz oder während der Fahrt einen neuen Auftrag erhalten. Der Bundesgerichtshof hat die Pflicht am 3. Juni 2026 bestätigt.
§ 49 Abs. 4 Satz 3 PBefG · BGH, Az. I ZR 123/25 · Pressemitteilung
Annahme, Vermittlung und Ausführung von Aufträgen, das Bereithalten und die Werbung dürfen nicht zur Verwechslung mit dem Taxenverkehr führen. Für Ihre Website heißt das: Mietwagen mit Fahrer oder Chauffeurservice, kein „Taxi“, keine Taxi-Merkmale.
§ 49 Abs. 4 Satz 5 PBefG · Gesetzestext
Die Genehmigungsbehörde kann für Mietwagen tarifbezogene Regeln festlegen, insbesondere Mindestbeförderungsentgelte. Gelten sie in Ihrer Stadt, dürfen auch Firmenpreise sie nicht unterschreiten.
§ 51a Abs. 1 PBefG · Gesetzestext
Vor allem eine Genehmigung. Wer gegen Entgelt Personen mit Fahrer befördert, betreibt Gelegenheitsverkehr. Das ist nur in den gesetzlich zugelassenen Formen erlaubt, zu denen der Verkehr mit Mietwagen gehört (§ 46 Abs. 2 PBefG), und braucht eine Genehmigung (§ 2 Abs. 1 Nr. 4 PBefG).
Wenn Sie bereits Mietwagen über Uber und Bolt fahren lassen, haben Sie diese Genehmigung. Ein Chauffeurservice ist dann kein neues Unternehmen, sondern ein neuer Vertriebsweg für dieselben Fahrzeuge.
Flughafentransfers sind für Mietwagen ideal: vorab gebucht, feste Zeit, oft Firmenrechnung. Entscheidend ist der Rückweg. Ohne Folgeauftrag muss das Fahrzeug leer zum Betriebssitz zurück. Wer Hin- und Rückfahrten gleich zusammen annimmt oder einen Abholauftrag am Flughafen einplant, spart sich Leerkilometer.
Am Flughafen auf spontane Fahrgäste zu warten, ist Mietwagen nicht erlaubt. Der Wagen darf nur Aufträge fahren, die vorher am Betriebssitz eingegangen sind.
Stammkunden entstehen selten durch Werbung, sondern durch zuverlässige erste Fahrten. So gehen Sie es an.
Drei bis fünf Gruppen in Ihrer Region, die regelmäßig fahren: Hotels, Kanzleien und Beratungen, Eventagenturen, Firmen mit Messebesuchern.
Eine eigene Buchungswebsite, eine feste E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Jede Anfrage geht am Betriebssitz ein und wird dort erfasst.
Preise, Abrechnung und Storno schriftlich vereinbaren. Vorher bei der Genehmigungsbehörde klären, ob Mindestentgelte nach § 51a PBefG gelten.
Ansprechpartner, Fahrthistorie und Vorlieben im CRM festhalten, Rückfahrten als Folgeaufträge einplanen. So wird aus dem Testkunden ein Stammkunde.
Das hängt von Ihrem Preis und Ihren Kosten pro Kilometer ab. Der Vorteil eines Direktkunden ist, dass Sie beides selbst kennen und steuern. Die Beispielrechnung zeigt, wie Sie einen Rahmenvertrag durchrechnen, bevor Sie ihn anbieten.
Rechnen Sie mit Ihren echten Zahlen: Kosten pro Kilometer, Fahrerlohn pro Stunde und die Leerfahrt zurück zum Betriebssitz. Genau diese Werte zeigt die Software pro Fahrzeug und Fahrer, nach Plattformprovisionen.
| Hotel, 20 Flughafenfahrten im Monat à 60 € | 1.200 € |
|---|---|
| Kosten 50 km je Fahrt inkl. Rückfahrt, 0,30 €/km | − 300 € |
| Fahrerlohn, 20 × 1,25 Std. à 18 € | − 450 € |
| Deckungsbeitrag im Monat | 450 € |
Mit drei Bausteinen, die zusammenarbeiten. Uber Fleet und Bolt Fleet sind angebunden, sodass Direktaufträge und Plattformfahrten in derselben Übersicht stehen.
Firmen, Hotels und Privatkunden mit Ansprechpartnern, Fahrthistorie und Konditionen. Sie sehen, wer regelmäßig bucht und wer seit Wochen nicht mehr.
Jede Fahrtanfrage wird mit Zeitstempel am Betriebssitz erfasst und an den passenden Fahrer weitergeleitet. So ist der Auftragseingang dokumentiert, wie § 49 PBefG es verlangt.
Eine Website aus Vorlagen, gehostet bei Cloudflare, mit Anfrageformular für Ihre Kunden. Ohne Taxi-Begriffe, damit nichts verwechselt wird.
Fahrzeuge, Fahrer und Betriebssitz einmal hochladen.
Uber Fleet und Bolt Fleet verknüpfen. Die Fahrtdaten kommen ab dann automatisch.
Erste Firmenkunden anlegen, Buchungswebsite freischalten, Anfragen an Fahrer weiterleiten.
Ab 4,99 € pro Fahrer und Monat. Mehr als 700 Mietwagen- und Taxibetriebe steuern damit Fahrer, Fahrzeuge, Plattformdaten und Konzession, statt mit Excel-Listen und WhatsApp-Gruppen.
ab 4,99 € pro Fahrer/Monat
Am schnellsten über Kunden, die regelmäßig planbare Fahrten brauchen: Hotels, Firmen mit Geschäftsreisenden, Kanzleien, Eventagenturen und Flughafentransfers. Sprechen Sie wenige Zielkunden in Ihrer Region gezielt an, bieten Sie einen festen Buchungsweg und eine Testfahrt an und halten Sie die Konditionen schriftlich fest.
Sie brauchen eine Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz. Ein Chauffeurservice gegen Entgelt ist rechtlich Gelegenheitsverkehr mit Mietwagen (§ 46 und § 49 PBefG) und nach § 2 Abs. 1 Nr. 4 PBefG genehmigungspflichtig. Zuständig ist die Genehmigungsbehörde an Ihrem Betriebssitz.
Ja. Flughafentransfers sind eine typische Mietwagenfahrt, solange der Auftrag vorher am Betriebssitz oder in Ihrer Wohnung eingegangen ist. Am Flughafen auf spontane Fahrgäste warten dürfen Sie dagegen nicht, denn ein Mietwagen fährt nur Aufträge, die vorher im Betrieb eingegangen sind.
Ja. § 49 Abs. 4 PBefG gilt für jeden Beförderungsauftrag, egal ob er über Uber, Bolt, Telefon oder Ihre Website kommt. Den Eingang müssen Sie buchmäßig oder elektronisch erfassen, auch per App, und die Aufzeichnung ein Jahr aufbewahren.
Ja. Nach der Fahrt muss der Mietwagen unverzüglich zum Betriebssitz zurückkehren, außer er hat vor der Fahrt vom Betriebssitz oder während der Fahrt einen neuen Auftrag erhalten. Der Bundesgerichtshof hat diese Pflicht am 3. Juni 2026 bestätigt (Az. I ZR 123/25). Planen Sie deshalb Rückfahrten vom Flughafen als eigene Aufträge ein.
Grundsätzlich ja, den Preis vereinbaren Sie mit dem Kunden. Die Genehmigungsbehörde kann aber nach § 51a PBefG Mindestbeförderungsentgelte für Mietwagen festlegen, die Sie dann nicht unterschreiten dürfen. Fragen Sie vor dem Angebot bei Ihrer Behörde nach, was in Ihrer Stadt gilt.
Ab 4,99 € pro Fahrer und Monat. Die Einrichtung dauert rund 48 Stunden: Fahrzeuge und Fahrer hochladen, Uber Fleet und Bolt Fleet verbinden, Direktkunden anlegen. Sie können zwei Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.
Wir zeigen Ihnen, wie Direktkunden, Disposition und Buchungswebsite mit Ihren Fahrzeugen zusammenspielen.
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