Direktkunden für Mietwagen

Mietwagen-Direktkunden gewinnen: Firmen, Hotels und Flughafentransfers

Direktkunden gewinnen Sie als Mietwagenunternehmen über eigene Kanäle: Firmenkunden, Hotels, Kanzleien und Flughafentransfers, die über Ihre Website, per E-Mail oder Telefon buchen. Rechtlich gilt dasselbe wie bei Uber: Jeder Auftrag muss am Betriebssitz eingehen, erfasst und ein Jahr aufbewahrt werden (§ 49 Abs. 4 PBefG). Danach gilt die Rückkehrpflicht.

  • Kundenstamm im CRM
  • Aufträge mit Zeitstempel
  • Eigene Buchungswebsite

Zuletzt aktualisiert: 27. Oktober 2026

FahrtanfrageBeispiel
Abholung
Hotel am Stadtpark, HaupteingangFirmenkunde · Rahmenvertrag
Ziel
Flughafen, Terminal 1Abflug 08:40
Zeit
Do., 29.10., 06:15 UhrEingang Betriebssitz: 27.10., 18:42 Uhr
Fahrgast
Frau Beispiel, 2 Personen2 Koffer · Rechnung an Firma
Status
an Fahrer weitergeleitet
Beispielansicht mit fiktiven Daten
Plattform vs. Direktkunde

Warum lohnen sich Direktkunden neben Uber und Bolt?

Weil Sie bei Direktkunden den Preis, die Planung und die Kundenbeziehung selbst in der Hand haben. Die Plattformen bleiben wichtig für die Auslastung. Aber jede Fahrt, die ein Stammkunde direkt bei Ihnen bucht, macht Sie ein Stück unabhängiger.

Kurz gesagt

Plattformfahrten bringen Masse, Direktkunden bringen Planbarkeit. Für beide gilt dasselbe Recht: Auftragseingang am Betriebssitz, Aufzeichnung, Rückkehrpflicht.

Allgemeiner Vergleich, keine Aussage über einzelne Plattformkonditionen.
MerkmalPlattformfahrtDirektkunde
Fahrpreislegt die Plattform fest, abzüglich Vermittlungsgebührvereinbaren Sie selbst (Mindestentgelte nach § 51a PBefG beachten)
Kundenbeziehunggehört der Plattformgehört Ihnen, mit Namen und Ansprechpartner
Planbarkeitkurzfristig, schwankendVorbestellungen, wiederkehrende Fahrten
AbrechnungAuszahlung durch die PlattformRechnung an Firma oder Hotel
Auftragseingangin beiden Fällen am Betriebssitz, erfasst und 1 Jahr aufbewahrt (§ 49 Abs. 4 PBefG)
Rückkehrpflichtgilt in beiden Fällen, außer es liegt ein Folgeauftrag vor
Rechtsrahmen

Was gilt rechtlich für Fahrten ohne Uber?

Für Direktfahrten gelten dieselben Regeln wie für Plattformfahrten. Das Personenbeförderungsgesetz unterscheidet nicht danach, woher der Auftrag kommt. Diese fünf Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie den ersten Firmenkunden fahren.

1. Auftrag am Betriebssitz

Mietwagen dürfen nur Aufträge ausführen, die am Betriebssitz oder in der Wohnung des Unternehmers eingegangen sind. Eine Buchung über Ihre Website oder per E-Mail an den Betrieb erfüllt das, ein Zuruf an den Fahrer am Straßenrand nicht.

§ 49 Abs. 4 Satz 2 PBefG · Gesetzestext

2. Erfassen und 1 Jahr aufbewahren

Den Eingang jedes Auftrags erfassen Sie buchmäßig oder elektronisch, ausdrücklich auch mit einem appbasierten System, und bewahren die Aufzeichnung ein Jahr auf.

§ 49 Abs. 4 Satz 4 PBefG · Gesetzestext

3. Rückkehrpflicht, vom BGH bestätigt

Nach der Fahrt kehrt der Mietwagen unverzüglich zum Betriebssitz zurück, außer er hat vorher vom Betriebssitz oder während der Fahrt einen neuen Auftrag erhalten. Der Bundesgerichtshof hat die Pflicht am 3. Juni 2026 bestätigt.

§ 49 Abs. 4 Satz 3 PBefG · BGH, Az. I ZR 123/25 · Pressemitteilung

4. Werbung ohne Taxi-Verwechslung

Annahme, Vermittlung und Ausführung von Aufträgen, das Bereithalten und die Werbung dürfen nicht zur Verwechslung mit dem Taxenverkehr führen. Für Ihre Website heißt das: Mietwagen mit Fahrer oder Chauffeurservice, kein „Taxi“, keine Taxi-Merkmale.

§ 49 Abs. 4 Satz 5 PBefG · Gesetzestext

5. Mindestentgelte möglich

Die Genehmigungsbehörde kann für Mietwagen tarifbezogene Regeln festlegen, insbesondere Mindestbeförderungsentgelte. Gelten sie in Ihrer Stadt, dürfen auch Firmenpreise sie nicht unterschreiten.

§ 51a Abs. 1 PBefG · Gesetzestext

Chauffeurservice

Chauffeurservice gründen: Was brauchen Sie?

Vor allem eine Genehmigung. Wer gegen Entgelt Personen mit Fahrer befördert, betreibt Gelegenheitsverkehr. Das ist nur in den gesetzlich zugelassenen Formen erlaubt, zu denen der Verkehr mit Mietwagen gehört (§ 46 Abs. 2 PBefG), und braucht eine Genehmigung (§ 2 Abs. 1 Nr. 4 PBefG).

Wenn Sie bereits Mietwagen über Uber und Bolt fahren lassen, haben Sie diese Genehmigung. Ein Chauffeurservice ist dann kein neues Unternehmen, sondern ein neuer Vertriebsweg für dieselben Fahrzeuge.

Checkliste für den Start

  • Mietwagengenehmigung nach dem PBefG
  • Ein Betriebssitz, an dem alle Aufträge eingehen
  • Elektronische Auftragserfassung mit Zeitstempel
  • Website und Visitenkarten ohne Taxi-Begriffe
  • Klare Preise, mit Blick auf örtliche Mindestentgelte
  • Fahrer, die Firmenkunden und Hotelgäste souverän betreuen
Flughafentransfer

Flughafentransfer anbieten: So läuft eine Fahrt korrekt ab

Flughafentransfers sind für Mietwagen ideal: vorab gebucht, feste Zeit, oft Firmenrechnung. Entscheidend ist der Rückweg. Ohne Folgeauftrag muss das Fahrzeug leer zum Betriebssitz zurück. Wer Hin- und Rückfahrten gleich zusammen annimmt oder einen Abholauftrag am Flughafen einplant, spart sich Leerkilometer.

Am Flughafen auf spontane Fahrgäste zu warten, ist Mietwagen nicht erlaubt. Der Wagen darf nur Aufträge fahren, die vorher am Betriebssitz eingegangen sind.

Ablauf in fünf Schritten

  1. BuchungDer Kunde fragt über Ihre Website, per E-Mail oder Telefon an.
  2. Eingang am BetriebssitzDie Anfrage wird mit Datum und Uhrzeit erfasst.
  3. WeiterleitungDie Disposition gibt den Auftrag an einen Fahrer weiter.
  4. FahrtAbholung, Transfer, Rechnung an Fahrgast oder Firma.
  5. Rückkehr oder FolgeauftragZurück zum Betriebssitz, außer ein neuer Auftrag liegt vor.
Fahrdienst für Firmenkunden

Vom ersten Firmenkunden zur Stammkundschaft: in 4 Schritten

Stammkunden entstehen selten durch Werbung, sondern durch zuverlässige erste Fahrten. So gehen Sie es an.

  1. Zielkunden auswählen

    Drei bis fünf Gruppen in Ihrer Region, die regelmäßig fahren: Hotels, Kanzleien und Beratungen, Eventagenturen, Firmen mit Messebesuchern.

  2. Buchungsweg einrichten

    Eine eigene Buchungswebsite, eine feste E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Jede Anfrage geht am Betriebssitz ein und wird dort erfasst.

  3. Konditionen festhalten

    Preise, Abrechnung und Storno schriftlich vereinbaren. Vorher bei der Genehmigungsbehörde klären, ob Mindestentgelte nach § 51a PBefG gelten.

  4. Kunden pflegen

    Ansprechpartner, Fahrthistorie und Vorlieben im CRM festhalten, Rückfahrten als Folgeaufträge einplanen. So wird aus dem Testkunden ein Stammkunde.

Fahrdienst-Kosten

Was bringt ein Firmenkunde im Monat?

Das hängt von Ihrem Preis und Ihren Kosten pro Kilometer ab. Der Vorteil eines Direktkunden ist, dass Sie beides selbst kennen und steuern. Die Beispielrechnung zeigt, wie Sie einen Rahmenvertrag durchrechnen, bevor Sie ihn anbieten.

Rechnen Sie mit Ihren echten Zahlen: Kosten pro Kilometer, Fahrerlohn pro Stunde und die Leerfahrt zurück zum Betriebssitz. Genau diese Werte zeigt die Software pro Fahrzeug und Fahrer, nach Plattformprovisionen.

Beispielrechnung
Fiktive Werte, nur zur Veranschaulichung.
Hotel, 20 Flughafenfahrten im Monat à 60 €1.200 €
Kosten 50 km je Fahrt inkl. Rückfahrt, 0,30 €/km− 300 €
Fahrerlohn, 20 × 1,25 Std. à 18 €− 450 €
Deckungsbeitrag im Monat450 €
So hilft Fahrtanfrage

Wie verwalten Sie Direktkunden und Plattformfahrten an einem Ort?

Mit drei Bausteinen, die zusammenarbeiten. Uber Fleet und Bolt Fleet sind angebunden, sodass Direktaufträge und Plattformfahrten in derselben Übersicht stehen.

CRM

Kundenstamm aufbauen

Firmen, Hotels und Privatkunden mit Ansprechpartnern, Fahrthistorie und Konditionen. Sie sehen, wer regelmäßig bucht und wer seit Wochen nicht mehr.

Disposition

Anfragen weiterleiten

Jede Fahrtanfrage wird mit Zeitstempel am Betriebssitz erfasst und an den passenden Fahrer weitergeleitet. So ist der Auftragseingang dokumentiert, wie § 49 PBefG es verlangt.

Website

Eigene Buchungsseite

Eine Website aus Vorlagen, gehostet bei Cloudflare, mit Anfrageformular für Ihre Kunden. Ohne Taxi-Begriffe, damit nichts verwechselt wird.

Einrichtung

Wie schnell sind Sie startklar? In rund 48 Stunden.

  1. Flotte anlegen

    Fahrzeuge, Fahrer und Betriebssitz einmal hochladen.

  2. Plattformen verbinden

    Uber Fleet und Bolt Fleet verknüpfen. Die Fahrtdaten kommen ab dann automatisch.

  3. Direktkunden aufnehmen

    Erste Firmenkunden anlegen, Buchungswebsite freischalten, Anfragen an Fahrer weiterleiten.

Über 700 Betriebe

Was kostet die Software?

Ab 4,99 € pro Fahrer und Monat. Mehr als 700 Mietwagen- und Taxibetriebe steuern damit Fahrer, Fahrzeuge, Plattformdaten und Konzession, statt mit Excel-Listen und WhatsApp-Gruppen.

  • Stundenzettel: von rund 5 Stunden pro Woche auf unter 1 Stunde im Monat
  • Ein Transporter fiel auf, der jeden Monat einige hundert Euro Verlust machte
  • Bargeldbetrug aufgedeckt durch Abgleich von Dashcam-Daten mit dem Online-Status bei Uber
Preis

ab 4,99 € pro Fahrer/Monat

  • CRM für Direktkunden
  • Disposition mit Zeitstempel am Betriebssitz
  • Buchungswebsite aus Vorlagen
  • Uber- und Bolt-Anbindung
  • 2 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte
Kostenlose Einschätzung anfordern
Häufige Fragen

Fragen zu Direktkunden und Chauffeurservice

Wie gewinne ich als Mietwagenunternehmen Direktkunden?

Am schnellsten über Kunden, die regelmäßig planbare Fahrten brauchen: Hotels, Firmen mit Geschäftsreisenden, Kanzleien, Eventagenturen und Flughafentransfers. Sprechen Sie wenige Zielkunden in Ihrer Region gezielt an, bieten Sie einen festen Buchungsweg und eine Testfahrt an und halten Sie die Konditionen schriftlich fest.

Was brauche ich, um einen Chauffeurservice zu gründen?

Sie brauchen eine Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz. Ein Chauffeurservice gegen Entgelt ist rechtlich Gelegenheitsverkehr mit Mietwagen (§ 46 und § 49 PBefG) und nach § 2 Abs. 1 Nr. 4 PBefG genehmigungspflichtig. Zuständig ist die Genehmigungsbehörde an Ihrem Betriebssitz.

Darf ich mit dem Mietwagen Flughafentransfers anbieten?

Ja. Flughafentransfers sind eine typische Mietwagenfahrt, solange der Auftrag vorher am Betriebssitz oder in Ihrer Wohnung eingegangen ist. Am Flughafen auf spontane Fahrgäste warten dürfen Sie dagegen nicht, denn ein Mietwagen fährt nur Aufträge, die vorher im Betrieb eingegangen sind.

Muss ich auch Direktaufträge am Betriebssitz erfassen?

Ja. § 49 Abs. 4 PBefG gilt für jeden Beförderungsauftrag, egal ob er über Uber, Bolt, Telefon oder Ihre Website kommt. Den Eingang müssen Sie buchmäßig oder elektronisch erfassen, auch per App, und die Aufzeichnung ein Jahr aufbewahren.

Gilt die Rückkehrpflicht auch nach einem Flughafentransfer?

Ja. Nach der Fahrt muss der Mietwagen unverzüglich zum Betriebssitz zurückkehren, außer er hat vor der Fahrt vom Betriebssitz oder während der Fahrt einen neuen Auftrag erhalten. Der Bundesgerichtshof hat diese Pflicht am 3. Juni 2026 bestätigt (Az. I ZR 123/25). Planen Sie deshalb Rückfahrten vom Flughafen als eigene Aufträge ein.

Darf ich meine Preise für Firmenkunden frei festlegen?

Grundsätzlich ja, den Preis vereinbaren Sie mit dem Kunden. Die Genehmigungsbehörde kann aber nach § 51a PBefG Mindestbeförderungsentgelte für Mietwagen festlegen, die Sie dann nicht unterschreiten dürfen. Fragen Sie vor dem Angebot bei Ihrer Behörde nach, was in Ihrer Stadt gilt.

Was kostet Fahrtanfrage und wie schnell kann ich starten?

Ab 4,99 € pro Fahrer und Monat. Die Einrichtung dauert rund 48 Stunden: Fahrzeuge und Fahrer hochladen, Uber Fleet und Bolt Fleet verbinden, Direktkunden anlegen. Sie können zwei Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.

Nächster Schritt

Kostenlose Einschätzung für Ihre Flotte

Wir zeigen Ihnen, wie Direktkunden, Disposition und Buchungswebsite mit Ihren Fahrzeugen zusammenspielen.

  1. Wir melden uns noch diese Woche.
  2. Kurzes Gespräch zu Flotte, Kunden und Betriebssitz.
  3. Einrichtung in rund 48 Stunden.

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